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Reisebericht Corse

 
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Timog
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Anmeldedatum: 28.03.2009
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BeitragVerfasst am: So 30 Mai, 2010 10:35    Titel: Reisebericht Corse

Reisebericht Korsika 2010


Tag 1 08.05.2010

Morgens um 08:30 Uhr machten sich Claudi, Timo und Ich auf den Weg nach Frankreich wo wir uns mit Lutz, Liki, Sven, Jasmin und Swen noch mal zum verabschieden trafen. Leider musste Lutz kurzfristig, aus geschäftlichen Gründen, die Reise absagen. Also traten wir den Urlaub zu dritt mit dem Jeep Cherokee und L200 an. Über die Schweiz fuhren wir zum Lago Maggiore Camp Lido wo wir das erste Mal übernachteten.








Tag 2 09.05.2010

Heute fuhren wir weiter, über Pisa, in Richtung Livorno. Um alles ganz entspannt antreten zu können, übernachteten wir noch mal kurz vor Livorno in Viareggio auf dem Campingplatz Italia.




Tag 3 10.05.2010

Endlich ist der Tag gekommen an dem wir auf die Fähre konnten. Ausgeschlafen und bei schönem Wetter warteten wir auf die Moby Line. Wir lernten Chris mit seinem Mercedes G kennen und so verging die Zeit, mit einem Gläßchen Prosecco sehr schnell. Die Überfahrt nach Bastia verlief ganz toll, schönes Wetter, gute Unterhaltung was will man mehr. Gegen 18:00 Uhr war Ankunft in Bastia. Chris hatte sich uns angeschlossen und so fuhren wir mit 3 Fahrzeugen in Richtung Cap Corse um in einem kleinen Bergdorf auf einer schönen Wiese mit Brunnen den Tag ausklingen zu lassen.













Tag 4 11.05.2010

Heute standen unsere ersten Offroad touren auf dem Programm. Wir fuhren von Brando über den Pass Monte Stello nach Ogliastro. Sehr schöne Schotterpiste mit einer tollen Aussicht, wenn das Wetter mitspielt! Nach den ersten paar Metern bekamen wir einen Schreck. Die Strecke war von einer kleinen Bauarbeitergruppe mit ihren Baufahrzeugen belegt. Also was tun? Entweder umdrehen oder es mit ein paar kalten Bieren versuchen. Wir entschieden uns für letzteres. Die Bauarbeiter räumten den Weg und fungierten dann sogar als Offroad Durchwinker. Weiter ging es über St. Florent ins Desert des Agriates auf die Tour zum Plage Saleccia. Eine tolle Strecke, manchmal etwas holprig, kleine Wasserrinnen, Wasserdurchfahrten und kleine Felsbrocken machen die Strecke abwechslungsreich. Am Saleccia angekommen, trennten sich unsere Wege mit Chris dem G Fahrer und somit machten wir, nur noch mit 2 Fahrzeugen, noch mal einen kleinen Abstecher zum Plage du Lotu und dann auf den Campingplatz „U Paradisu“.

























Tag 5 12.05.2010

Da auf dem Campingplatz kein warmes vorhanden war, packten wir unsere Offroad Dusche aus und traten voller Frische unsere dritte Tour an. In der Nähe von Olmi Capella startete die wirklich anspruchsvolle Tour Richtung Spelancato. Große Felsbrocken, Geröll, Felstreppen und dichter Nebel mit Regen machten die Strecke auf 1190 m Höhe richtig spannend. Leider blieb uns die Aussicht da durch verborgen. Heute hatte Claudi ihre erste richtige „Offroadprüfung“ bestanden. Nachdem wir wieder gut vom Monte Tolo runter kamen, fuhren wir weiter nach Calvi. Dort suchten wir den, direkt am Strand liegenden, Campingplatz „Dolce Vita“ auf. Leider meinte es das Wetter auch am Abend nicht gut mit uns. Starker Regen und Gewitter zwangen uns eine Plane zwischen die Autos zu spannen, so konnten wir den Abend aber doch noch zufrieden beenden.





















Tag 6 13.05. 2010

Nachdem sich das Gewitter über Nacht verzogen hatte, konnten wir morgens auch mal kurz die Füße ins Meer halten. Heute hatten wir eine etwas längere Anreise zu unserer nächsten Tour, die wir aber mit einer kleinen Städtetour verbunden haben. Zuerst schauten wir uns Calvi an, eine sehr schöne Stadt mit kleinen Geschäften die zum Bummeln verleiden. Nach dem Stadtbummel ging es weiter nach Porto, bei einem Eis in einem kleinen Eiscafe genossen wir die Aussicht aufs Meer. Jetzt stand noch Cargese an, wo Timo schon als kleines Kind seinen Urlaub öfters verbrachte. Die Strecke führte an der Küste entlang, vorbei an schönen Stränden und Buchten, die wir auch zum „pausieren“ nutzten. Nach einem Trip zum Hafen suchten wir den Campingplatz Torraccia auf.































Tag 7 14.05.2010

In Richtung Ajaccio fuhren wir nach Tolla zu unserem nächsten Offroad Einsatz. Die Tour führte über 1079 m Höhe, mittels mehreren Kehren, zu einem Tümpel und von dort aus zu einem Hirtenstall an dem wir, der Natur zu liebe, wieder umkehrten. Während der Auffahrt hat man immer wieder eine tolle Sicht auf den Stausee Barrage de Tolla, zu dem wir später auch hinunter gefahren sind, auf Ajaccio und zur Küste hin. Unterwegs versperrten uns eine Gruppe Wildpferde den Weg, mit etwas Brot und einem Apfel konnten wir uns wieder „frei kaufen“. Nach diesem schönen Tag campten wir auf dem Platz Europe.

















Tag 8 15.05.2010

Im Juli 2009 wütete in dem Gebiet von Cole de St. Eustache eine Feuerbrunst die ca. 6 Hektar Wald vernichtete. Leider konnten wir diesen Berg nicht befahren da uns eine abgerissene Brücke die Zufahrt verweigerte. Es war sehr traurig anzusehen was so ein Waldbrand anrichten kann. Zig verkohlte Bäume und Büsche, die sich aber langsam wieder erholen. Darum an dieser Stelle noch mal ein Appell an alle, die diese schöne Insel aufsuchen, passt bitte auf, dass alles was ein Feuer verursachen kann, vermieden wird. Nach diesem, zum Nachdenken angeregten Eindruck, fuhren wir weiter nach Foce. Von hier aus umrundeten wir, soweit es ging, den Stausee „Ortola“ es führte einen Weg direkt am See entlang. Es gab wohl mal eine Strecke von der man von „oben“ auf den See und die Staumauer herab blicken konnte, diese war nach ein paar Kilometern durch ein Gatter gesperrt. Also drehten wir wieder um. Am Abend suchten wir den Campingplatz Olva bei Sartene auf. Sartene ist als die „Korsischste Stadt Korsikas“ bekannt.
















Tag 9 16.05.2010

Nachdem wir uns jetzt zwei Tage in den Bergen aufhielten, widmeten wir uns heut mal wieder dem Meer und den Stränden. In Stantari besichtigten wir die Menhirstatuen. Die Tour heute führt über breite Sandwege mit kleinen Spurrillen vorbei an schönen Buchten und einsamen Stränden. Was bietet sich da besseres an als direkt am Strand wild zu campen? Da wir unseren „privaten Koch“ dabei hatten, gab es abends, über offenem Feuer, selbst gekochten Offroad Eintopf.







































Tag 10 17.05.2010

Über Figari fuhren wir heute wieder ins Landesinnere. Von Taglia Rosso aus befuhren wir den Schotterkamm in Richtung Zonza. Von dort oben hat man eine schöne Aussicht auf Porto Vecchio und das Meer. Nach einer entspannten Fahrt über die Schotterpiste ging es hoch zum Col de Bavella, wo wir auch endlich einen Cache loggen konnten. Nach diesem Erfolg traten wir die zweite Tour für heute an. Die 18 km lange Schotterstrecke führte durch schöne Wälder, vorbei an kleinen Badetümpel, auf 1083 m Höhe. Die Piste führt, anfangs zum Teil ausgewaschen, wieder steil bergab. Heute suchten wir den Campingplatz La Riviere auf. Ein super Platz mit Terrassenförmigen Gelände, Bocchiabahn , selbstgemauerten Grill und schöne sanitäre Anlagen.



















Tag 11 18.05.2010

Heute stand mal wieder eine sehr anspruchsvolle Tour auf dem Programm,doch vorher mussten wir noch an einer klassisch Corse Tankstelle Diesel fassen. Von Aullene aus führt die Oneway Tour erst ganz gemütlich über eine Teerstraße, doch schon bald verwandelt sich die Piste in Offroad Pur. Tiefe ausgewaschene Spurrillen, loses Geröll und tiefe Löcher machten es zu einem wahren Erlebnis. Jetzt kommt der Punkt für alle Toyota Hilux Fahrer: Macht euch keine Gedanken das euer Auto irgendwo in einem Offroadpark oder sonstige Strecken an seine Grenzen gekommen ist. Während Timo vor einer wirklich markanten Strecke mal ausgestiegen ist um sich den Weg an zuschauen, kam von hinten ein Hilux angerast, die Beifahrerin stieg aus und machte unsere Autotür zu, stieg wieder ein und ab ging die Post. Der Hilux ist da drüber hinweg geschossen so schnell konnten wir nicht schauen. Später als wir während der Tour an einem Rifugio ankamen, stellte sich heraus das es der Besitzer war. So konnten wir uns das Auto dann auch mal richtig anschauen. OK die Trittbretter waren etwas zerschossen aber ansonsten alles ok. Naja er wird den Weg wahrscheinlich täglich fahren!

Nachtrag von 2011:

Auf Nachfrage, wo denn der Hilux sei, bekamen wir die Antwort vom Hüttenwirt wie folg; Hilux merde-chassis bumm-kaputt Cool Cool !!!

er fährt wieder nen HZJ und nen Landcruiser Wink die seien besser...

Nachdem unsere Autos unversehrt die Strecke wieder zurück gepackt haben, fuhren wir über Corte in Restonica Tal und übernachteten auf einen Campingplatz direkt in der Schlucht. Wieder mal ging ein toller Tag vorbei.










































Tag 12 19.05.2010

Leider war das Wetter heute mal wieder sehr schlecht. Schade für unsere Tour auf den Monte Cinto aber egal, jedes Wetter hat seine Reize. Bei argen Regen und schlechter Sicht machten wir uns auf den Weg. Langsam arbeiteten wir uns über Lozzi und einer Rundfahrt um den Stausee in Calacuccia den Monte Cinto hoch. Große Felsbrocken und Geröll und wieder mal tiefe Spurrillen erschwerten uns das vorankommen. Doch der L kletterte überall problemlos drüber, so dass wir den höchsten befahrbaren Punkt auf 1600m Höhe im dicksten Nebel erreichten. Nach einer kurzen Fotopause kehrten wir wieder zurück. Auch Offroadfahren macht hungrig, also machten wir uns auf die Suche nach einer Pizzeria. Völlig unscheinbar von außen, besuchten wir die Pizzeria di Caporalino in Omessa. Wir wurden von einem kleinen Gastraum, mit ca. 25 Sitzplätzen und in einem Weinkellerstiel überrascht. Wir bestellten Pizza, mit höchster Wahrscheinlichkeit die Beste auf ganz Korsika. Am Nebentisch saß eine Gruppe von Franzosen, die nach der Pizza noch dicke Fleischspieße mit selbstgemachten Pommes und leckeren Salat serviert bekommen haben. Bei diesem Anblick war uns klar, hier müssen wir nächstes Jahr noch mal hin. Zum Nachtisch bekamen wir noch einen Teller Kirschen und einen leckeren Schnaps spendiert. Hätten wir nicht noch weiter fahren müssen, hätte dieser Mittag feucht fröhlich enden können. Die Insel zeigte sich ringsherum nur mit dunklen Wolken, so entschieden wir uns wieder in Richtung Norden zu fahren. Die Entscheidung war richtig, bei Sonnenschein erreichten wir den Campingplatz Belgodere.



























Tag 13 20.05.2010

Da der Urlaub langsam sein Ende nahm, nahmen wir uns heute im Desert des Agriates das Malfalco vor. Auf dem Weg dorthin besuchten wir in Piana noch eine von den berühmten Genueser Brücken, hier bot es sich auch an eine Mittagspause einzulegen. An der Einfahrt zum Malfalco standen ein Defender und ein Jeep Cherokee aus Österreich, der Jeep mit offener Motorhaube, zwecks Luftfilter trocknen! Nach einem kurzen Plausch mit den beiden machten wir uns auf den Weg. Vergesst bitte alles was ich über schwere, anspruchsvolle und holprige Pisten geschrieben habe! Hier ging es erst richtig los. Man braucht sich über mangelnden Gegenverkehr wirklich nicht zu wundern. Die Strecke verwandelt sich nach kurzer Zeit in Felstreppen, losen großen Steinen, die Pfützen verwandeln sich in ca. 60 cm tiefe Wasserlöcher (wir haben nachgemessen aber nach 2 Tagen Trockenheit) tiefste und breite Rillen, sodass die Piste manchmal bis zu vier geteilt war. Um es kurz zu machen, wir haben für 14 Km 3 Stunden gebraucht. Ein G kam uns mit einer verletzten Radfahrerin im Auto entgegen und sonst niemand. Wir fuhren zuerst nach Malfalcu wo wir eine schöne Bucht vorfanden. Nach einer kurzen Pause fuhren weiter nach Ghignu und das war der krönende Abschluss der ganzen Anstrengung. Vereinzelte Steinhäuser waren auf einem tollen Gelände gestanden die man zum übernachten mieten kann. Dies wird von Wanderer in Anspruch genommen. Wir durften uns mit den Dachzelten dort hin stellen. Ein wirklich netter Corse verwaltet das ganze da. Wir hatten Mühe ihm einen kleinen Obolus für das campen zu geben, er wollte nichts haben! Der Strand von Ghignu war der tollste was wir jemals gesehen haben. Weißer Sand und türkisblaues Meer . Da hielt mich nichts ab, sofort nach der Ankunft ins Meer baden zu gehen. Nach einem gemütlichen Abend gingen wir kaputt und Zufrieden schlafen.
Übrigens, der G Fahrer den wir am Anfang kennen gelernt haben, hat sich hier seinen G, am 4. Urlaubstag, im Wasserloch versenkt. Er ist nach Hause geflogen und der G wurde gesondert nach Deutschland geholt!

















































Tag 14 21.05.2010

So heute das ganze wieder zurück. Auweia alles Berg hoch. Es ging aber besser wie erwartet, nur unsere 2 ½ Stunden haben wir auch gebraucht. Egal das war es auf jeden Fall alles wert. Über St. Florent fuhren wir unsere erste Tour, bei traumhaftem Wetter, nochmal zurück in Richtung Bastia. 20 km vor Bastia übernachteten wir noch ein letztes Mal auf einem Campingplatz.














Tag 15 22.05.2010

Tag der Abreise. Gegen elf Uhr kamen wir am Hafen an. Da wir noch Zeit hatten bis die Fähre fuhr, vertrieben wir uns das warten mit nochmals einkaufen gehen und Pizza essen. Um 13:30 war es dann soweit. Bei tollem Wetter machten wir es uns auf dem Deck gemütlich und ließen alles nochmals Revue passieren. Mein persönliches Abschluss Heighlight war, dass ich von der Fähre aus endlich Delphine sehen konnte. Gegen 19:15 Uhr kamen wir in Genua an.
















Fazit: Ein total gelungener Urlaub. Korsika ist eine tolle Insel, nette Einwohner, hilfsbereit, mit Frankreich nicht zu vergleichen, nicht teuer, schöne und saubere Campingplätze(leider wenig Wildcamps vorhanden). Für uns steht fest: nächstes Jahr um die gleiche Zeit wieder.



Zuletzt bearbeitet von Timog am Fr 28 Okt, 2011 08:09, insgesamt 21-mal bearbeitet
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